Safrankrokus
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Textfeld: Safran, ein Gewürz das aus den Blüten des Safrankrokus (Crocus sativus) gewonnen wird, gilt als das teuerste Gewürz auf der Erde. Bereits in der Antike und im Mittelalter als Farbstoff und Heilmittel geschätzt, wird Safran heute hauptsächlich als Gewürz verwendet.

Quelle des Safrans, des königlichen Pflanzengolds und Inbegriff des Kostbaren, ist eine wunderschöne, violettfarbene Krokusblüte. Diese Pflanze gehört zu den Schwertliliengewächsen und hört auf den wissenschaftlichen lateinischen Namen Crocus sativus. Der Safrankrokus ist mit den etwa 80 Krokusarten verwandt, die wir als Frühjahrsblüher aus Vorgärten und Parks kennen.
Doch suchen Sie im Frühjahr nicht nach einem blühenden Safrankrokus! Es ist vergeblich. Er blüht im Herbst kurz vor dem Winter.
Die Pflanze ist nur acht bis zehn Zentimeter hoch. Treten wir näher und beugen uns über den geöffneten Blütenkelch, finden wir dort das eigentliche rote Gold, den Safran. Über den Blütenkelch hinaus ragen drei dunkelrote Fäden, Narbenschenkel genannt: die begehrten Safranfäden. Sie sitzen auf einem gemeinsamen gelblich bis weißen Stängel, der wie ein Stützpfeiler unter den drei Safranfäden steht. Dies ist der Griffel. Selbst aromalos dient er nur zur Halterung. Beste Safranqualität, „elegiert“ genannt, besteht nur aus diesen drei dunkelroten Safranfäden. Je mehr Griffel in der Ware sind, umso schlechter ist die Qualität. Wenn man die roten Safranfäden zwischen den Fingern zerreibt, erkennt man ihren leuchtend roten Farbstoff.
Die federleichten Safranfäden wiegen fast nichts. Wie viele Safranfäden braucht man wohl für ein Kilo Safran? Es ist die ungeheure Summe von etwa 450.000 Stück! Das sind sagenhafte 150.000 Blüten.
Tausende Blüten für eine Prise Safranpulver, die wir dann einer Speise zufügen können. Alles ist Handarbeit — der Anbau, die Ernte und die Verarbeitung. Das erklärt den hohen Preis für dieses einzigartige Gewürz, für das es keinen billigen Ersatz gibt.
Kein Wunder, dass der Safran das rote Gold genannt wird.

Stell dir vor,

 

es gibt ein Pulver

 

aus dem Pflanzenreich.

 

Man nennt es Rotes Gold,

 

denn es ist teurer als dieses edle Metall.

 

Auf Schmuggel und Fälschung

 

stand im Mittelalter die Todesstrafe.

 

Mit dem Roten Gold kannst du

 

Menschen erheitern,

 

zum Lachen bringen,

 

sie entspannen

 

oder ihnen erotische Träume schenken.

 

Wenn du zu viel davon nimmst,

 

werden sie einschlafen

 

und nie mehr erwachen.

 

Das Rote Gold ist eine machtvolle Medizin.

 

Es fehlte in keinem Lebenselixier

 

der mittelalterlichen Ärzte.

 

Es kann Schwermut vertreiben,

 

Schmerzen stillen,

 

die Organe stärken,

 

das Leben verlängern.

 

Es ist das teuerste Gewürz der Welt

 

und macht aus einer Speise ein Gedicht.

 

 

aus: „Das Safran Kochbuch“ von Susanne Fischer-Rizzi